Ein interessantes Thema ist die Integration externer Anwendungen in Webseiten. Nahe liegend sind dabei zunächst Fotos, Videos und News. Einige Beispiele zur Einbindung von Fotos finden Sie unter www.c21.de/photos. YouTube - Videos sind mit ein paar Mausklicks eingebunden bringen aber durch Ihre feste Größe Gestaltungsprobleme mit sich und lenken vom Rest der Anwendung ab. News - Aggregatoren wie Perlentaucher.de, Freenet's Instant Content oder Google News sind Standardanwendungen, bringen also nichts wirklich neues in einen Auftritt. .
Interessanter sind Fotos mit Geoinformationen, Strecken, Karten, Plätze und die Integration von GPS-Tracks. Die möglichen Anwendungsgebiete reichen von Webcommunities wo man die besten Reitwege ( stallschwestern.de ) oder Paddel-Strecken, Angelplätze oder Laufstrecken ( jogmap.de ) austauscht, über Anfahrtsbeschreibungen und Routing, die Ermittlung und Darstellung von zuständigen Handelspartnern, Ärzten oder Anwälten im Umkreis des Seitenbesuchers oder Warenverfolgung für die Logistikbranche. Ein ganz neues, für Werbetreibende interessantes und sicher noch ausbaubares Feld sind GeoGames. Geocaching, das erste und älteste seiner Gattung, erfreut sich einer riesigen Fangemeinde. Dazu später mehr. Einige Anwendungsmöglichkeiten sind weiter unten mit den gängigen API's und Tools visualisiert
Google Maps Reiserouten
Die Anwendung zeigt eine Tagestour einer Fahrt im offenen Kanu ( Kanadier ) im Hadelner Kanal zwischen Weser und Elbe. Man kann zoomen, die Karte verschieben und über diesen Link die Karte in groß sehen. Auf der großen Karte werden auch Fotos dargestellt. Die kleinen Fotos, die direkt auf der Strecke liegen, hab ich während der Tour geschossen, mit Geoinformationen versehen und auf panoramio.com geladen. Google Maps zeigt diese Bilder dann automatisch an. Die Strecke wurde mit eine Garmin GPS Geräte der eTrex Serie aufgezeichnet und in Google 's KML - Format konvertiert. Bei starkem Zoom sieht man, das die Aufzeichnung im Meterbereich genau ist.
Viele GPS Geräte bieten die Möglichkeit die zurückgelegte Strecke, die GPS-Tracks, als GPX - Dateien auf einen Desktop zu übertragen . Das GPS Geräte zeichnet dabei in regelmäßigen Abständen die Position auf und stellt die Daten im GPX- Format bereit. Die GPX Dateien enthalten die Positionsangaben in geografischer Länge und Breite und die Höhe, notiert in XML - Syntax.
Google Maps und Google Earth benötigen die Informationen im KML- Format. KML heißt Keyhole Markup Language und wurde zunächst von der 2004 von Google übernommenen Firma Keyhole Corp. eingesetzt. Mehr dazu finden Sie bei Wikipedia.Eine Datei wie "3tag.kmz" mit der Endung ".kmz" ist eine komprimierte KML- Datei. Sie können hineinsehen indem Sie die Datei in 3tag.zip umbenennen, mit einem Entpacker wie Winzip entpacken und in einem Texteditor öffnen.
In einigen Wochen finden Sie hier eine Möglichkeit vom GPX ins KLM-Format zu konvertieren.
Sollten Sie ein Garmin GPS-Gerät und einen PC nutzen, geht es auch mit Bordmitteln. Sie benötigen die mit einigen Geräten und den Karten von Garmin gelieferte Software MapSource und Google Earth von Google.
MapSource bietet die Möglichkeit die Informationen vom GPS Gerät auf den Desktop zu übertragen und unter dem Menüpunkt "in Google Earth anzeigen" darzustellen. Google Earth wird dann aufgerufen und zeigt die Streckenkarte an. Links in der Mitte unter Orte kann man dann den "Pfad" auswählen. Wie man sieht, wird die Strecke leider als dicke rosa Linie angezeigt. Mit rechtem Mausklick auf "Pfad" kann man unter Eigenschaften die Farbgebung und Linienbreite anpassen. Damit die KML- Datei nicht zu groß wird sollten Sie alles außer dem Pfad löschen ( rechte Maustaste ) und dann mit "Ort speichern" das Ganze als KML oder KMZ Datei abspeichern.
Um die Streckenkarte in Google Maps darzustellen muss die KMZ- Datei in ein von außen zugängliches Verzeichnis auf den Webserver kopiert werden. In der obigen Beispielanwendung befindet Sie sich auf unserem Tomcat-Server und ist über die URI "http://c21.de/maps/goo/3tag.kmz" abrufbar. Unter maps.google.com wird Google Maps aufgerufen. Sucht man nun die URI der KMZ - Datei, also im Beispiel "http://c21.de/maps/goo/3tag.kmz" zeigt Google Maps die Karte im Browser an. Klickt man ganz rechts auf wird der Code zum Verlinken oder Einbetten der Karte erzeugt. Dieser Code wird in die Webseite kopiert, in der man die Karte darstellen will.
Google Gears, eine Browser-Erweiterung für die gängigen Browser von Google angeboten wird, bietet neuerdings eine Geolocation API. Über die API kann man von Google aus den Verbindungsdaten den Standort des Seitenbesuchers ermitteln lassen. Der Besucher muss Gears Installiert haben und der Standortbestimmung zustimmen. Allzu genau ist der Service noch nicht.
Google Maps APIUmgebungskarte
Über eine WLAN Hotspot verbundene Rechner sollen recht genau "verortet" werden. Sehr genau soll es bei einem Android Handy gehen, oder wenn das Gerät über GPS verfügt.
Die Anwendung prüft ob Gears installiert ist, fragt dann den über Gears den Ort an und stellt mit der Google Maps API eine Karte der näherten Umgebung dar.
Das Laden des Dokuments im Browser, die Beantwortung von Anfragen an Google Gears und Google Maps erfolgen asynchron. Nachdem das Dokument geladen ist, wird, angestoßen durch das Eintreten des "Document-loaded - Events", eine Standortbestimmung über Gears angefragt. Der Anfrage wird eine Funktion übergeben, die von Gears aufgerufen wird, nachdem die Standortbestimmung erfolgt ist.
In dieser Callback - Funktion wird eine Anfrage an Google Maps abgesetzt: Ist die Karte vorhanden wird die ermittelte Position übergeben und die Karte angezeigt.
Zu berücksichtigen sind dabei die möglichen Fehler. So kann es sein, das Gears nicht installiert ist, keinen Standort ermitteln, oder Google Maps keine Karte liefern kann. Da mit Gears und der Google Maps-API bereist externe Java Script Anwendungen eingebunden sind, wurde hier auf den Einsatz eines dritten Java Script- Frameworks wie Prototype, jQuery oder Mootols verzichtet und das Event-Handling und die Fehlerbehandlung mit Standardfunktionalität programmiert. Die Anwendung kann auch direkt über c21.de/maps aufgerufen werden.
Die Anwendung ermittelt die geografischen Positionen der in der Tabelle enthaltenen und der im Formular übergebenen Adresse. Die Orte werden auf der Karte angezeigt. Liegen die Punkte außerhalb des Darstellungsbereiches der Karte, kann die Karte durch erneutes Auslösen der Taste "Karte" optimal positioniert werden.
Die Anwendung ließt aus der Tabelle die Adressen und ermittelt die resultierenden Geografischen Positionen. Zusammen mit einer über das Eingabeformular übermittelten Anschrift ( grüner Punkt ) werden die Informationen auf der Karte dargestellt. Ein erneutes klicken auf "Karte" ermittelt eine optimale Position.